helal

Helal

Die Bezeichnung ‚‚Helal‘‘ stammt aus dem Arabischen und bedeutet ‚‚rein ode auch erlaubt‘‘. Sie hat in der islamischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert, weshalb sich die meisten Menschen mit muslimischen Glaubenshintergrund danach richten. ‚‚Helal‘‘ bezieht sich nicht nur auf den allgemeinen Lebensstil eines Menschen, sondern auch auf die Ernährung.
Es müssen einige Kriterien erfüllt werden, damit ein geschlachtetes Tier auch wirklich als "Helal" bezeichnet werden darf. Zum einen muss der Schlachter der muslimischen Religion angehören und das Tier muss vor der Schlachtung betäubt, aber noch lebendig sein. Ebenso muss das Tier als Geschöpf Gottes angesehen, respektiert und würdevoll behandelt werden. Das Gegenteil von ‚‚Helal‘‘ ist ‚‚Haram‘‘ und bedeutet so viel wie ‚‚verboten oder auch Sünde’‘. Zu Haram zählt aber nicht nur das Schweinefleisch, sondern auch das Fleisch von Reptilien und Raubvögeln.

Betäubung

Wird ein Tier mit einem hochgradigen Bolzenschuss betäubt, kann es dadurch schon vor seiner Schlachtung sterben und darf somit nicht mehr verzehrt werden. Deshalb ist die Betäubung nur in einem schwachen oder mittleren Grad erlaubt.
Wenn das Tier nicht getötet und nach der Betäubung direkt auf islamische Weise geschlachtet wird, ist es halal (rein) und darf demnach auch gegessen werden.

Schlachtung

Sollte das Tier in ein Schlachthaus transportiert werden, muss der Transport so schonend wie möglich erfolgen. Das Tier darf keinesfalls unter Stress stehen, gequält werden oder leiden. Das Schlachtmesser muss möglichst scharf sein, damit ein schneller und sauberer Schnitt durchgeführt werden kann.
Eine unter Helal-Kriterien ausgeführte islamische Schlachtung ist dann vollzogen, wenn beide Schlagadern unterhalb des Kehlkopfes, so wie die Luft- und Speiseröhre schnell durchgeschnitten wurden. Eine vollständige Ausblutung des Tieres muss zusätzlich gewährleistet werden.